Alpkit Stem Cell im Test - Flexibler Flaschenhalter für das Bikepacking Cockpit


Zugegeben, die Alpkit Stem Cell habe ich von Anfang an sehr skeptisch beäugt. Da das Bikepacking-Cockpit so schon gut  beladen ist, wollte ich mir nicht noch zusätzliches Gewicht mit der Einschränkung des Lenkereinschlages und Flexibilität ans Bike schnallen. Für mich gehörten bisher Trinkflaschen in einen entsprechenden Halter an den Rahmen. An meinem Simplon Lexx hatte ich zu diesem Zweck einen Adapter für zwei Flaschenhalter gebaut. Dieser trägt jeweils eine Trinkflasche neben dem Frame Bag am Unterrohr. An meinem Salsa Vaya funktioniert solch einen Halter nicht, da die Geometrie und Platzverhältnisse eine solche Montage nicht zu lassen. Also mußte eine andere Lösung her und ich habe trotz meiner Skepsis zwei Alpkit Stem Cell geordert. Ob und wie die Teile wirklich funktionieren, erfährst du nun in meinem Erfahrungsbericht.


Alpkit Stem Cell


Die Stem Cell hatte ich im Frühjahr 2016 zusammen mit einigen anderen Bags für mein Salsa Vaya geordert. Über die flotte Abwicklung bei Alpkit brauche ich eigentlich nichts mehr sagen. Daumen hoch!


Die Stem Cell ist als Flaschenhalter für das Bikepacking Cockpit konzipiert. Natürlich findet auch Knabberzeug oder Elektronikkram seinen Platz darin. Auf was mal halt schnell mal während der Fahrt zugreifen möchte.


Der Flaschenhalter ist doppellagig aus wasserabweisenden VX21 gefertigt, wobei Boden und Body gepolstert sind. Die Innenseite wurde in Gelb ausgekleidet, was das Auffinden von Kleinkam erleichtern soll. Gut, so tief ist ist die Stem Cell mit der Höhe von 19cm nun auch nicht und mit ein geklapptem Kragen sind es nur 14cm, aber hilfreich ist die Leuchtfarbe trotzdem.


Der Innendurchmesser beträgt 10cm und bietet so auch Trinkflaschen mit größerem Volumen genug Platz. Durch den ungepolsterten Kragen ist ist eine Gummikordel mit Tanka zur Sicherung geführt, was der Flasche als zusätzliche Fixierung dient. Bei meiner verwendeten 750ml Trinkflasche schaut so nur noch der Deckel raus und bei Bedarf könnte der Kragen auch darüber gezogen werden. So wäre die Flasche mit zugezogener Gummikordel auch im heftigsten Downhill gegen das Herausfallen gesichert. Bisher gab es in meiner Verwendung am Salsa Vaya noch keinen Bedarf dafür. Die Gummikordel habe ich meist nur ein wenig auf Spannung, daß sich beim Einstecken der Flasche der Kragen nach innen umlegt. So erspare ich mir das ständige Neujustieren der Kordel beim Einstecken. Das hat die Flasche bisher ausreichend gehalten und ist quasi meine Standarteinstellung. Eine kleine Netztasche an der Seite bietet zusätzlich noch etwas Platz für dies und das. Ich hänge hier gerne mal meine Sonnenbrille am Bügel rein. Ganz praktisches Feature.


Auf der gegenüberliegenden Seite der Netztasche und am Boden befindet sich jeweils eine Daisy Chain. Am Boden habe ich bisher die zusätzliche Befestigungsmöglichkeit noch nicht vermißt, aber die seitliche Chain ist für die Positionierung des Bag am Cockpit total praktisch. Das ist gerade bei der Verwendung von zwei Stem Cell sehr hilfreich, da der Bag nicht symmetrisch ist so einfach die Position gemittelt werden kann. Dazu sind zwei Klettbänder beigelegt, welche ich zu fummelig fand. Da es am voll bepacktem Bikepacking Cockpit mit den diversen Gurten schon sehr eng zu geht, ist das straffe Anbringen der originalen Klettbänder nur umständlich möglich. Ich verwende hierfür einen Klett Kabelbinder mit Schnalle, welcher wesentlich praktischer in der Handhabung ist und sich einfache straff spannen läßt. Simples, aber wirkungsvolles Tuning! Ein Stem Cell wiegt 59g ohne Klettbänder.


Die Verwendung von zwei Stem Cell jeweils neben dem Vorbau sollte am gängigsten sein. Der Klett Kabelbinder mit Schnalle hält beide Bags über die Daisy Chain am Vorbau. Um redundante Gurte zu vermeiden, wird die Stem Cell drei Schlaufen weiter jeweils durch einen Gurt meines Wildcat Gear Lioness (Testbericht folgt.) gehalten, was so sehr gut funktioniert da der Platz am Lenker sowieso limitiert ist. Natürlich ist die Befestigung des Stem Cell auch am Oberrohr oder seitlich am Seat Bag denkbar. Hier muß man für sich selbst herausfinden, an welcher Bike-Position man den Zugriff forciert oder das Bike generell den Platz dafür zu läßt. Für mich hat sich die vorgesehene Position am Cockpit durchaus bewährt.



Unterm Strich


Die Alpkit Stem Cell dienen mir nun seit diesem Frühjahr auf diversen Touren vorrangig als zusätzliche Transportmöglichkeit für das benötigte Wasser im Camp. Meistens ist mindestens eine Flasche über den Tag befüllt und eine willkommene Reserve, wenn die Trinkblase an heißen Tagen doch mal leer gehen sollte. Die Verarbeitung ist durchweg sehr gut! Hier gibt es aber rein gar nichts zu bemängeln. Lediglich die Klettbänder finde ich in der Anwendung nicht sonderlich gut bedienbar, was aber schlichtweg mein Anspruch an die optimale Funktion begründet.  

Die von Alpkit aufgerufenen £21.00 für die Stem Cell sind nicht unbedingt ein Schnapper, aber im Vergleich mit anderen Herstellern immer noch günstig. Entgegen meiner Skepsis über die Notwendigkeit und Funktion, möchte ich die Teile nun nicht mehr missen. Meine Befürchtung, daß die Stem Cell mit dem Oberohr am Bike kollidieren oder den Radius des Lenkers im normalen Betrieb an meinem Salsa Vaya limitieren, haben sich nicht bestätigt. Daher kann ich ausnahmslos und guten Gewissens die Alpkit Stem Cell weiter empfehlen. Erfahrung ist halt durch nichts zu ersetzen ;-  ]



Hier geht es zu den einzelnen Testberichten meiner Alpkit Bike Bags:


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