Wildcat Gear Leopard Full Custom Frame Bag im Test - Eine Rahmentasche nach Maß Handmade in UK


Ins neue Bikepacking-Jahr 2017 starte ich gleich mal mit einem Testbericht. Nachdem ich bereits eine Ausschau auf die kleine Testreihe zu meinen Wildcat Gear Bags gegeben hatte, möchte ich diese auch wieder mit der Frame Bag beginnen.

Mit der Fertigstellung meines Salsa Vaya Custom Gravelbikes bestand gleichermaßen der Bedarf nach einer paßenden Frame Bag für Bikepacking Touren. Hierbei wollte ich mal einen anderen Hersteller ausprobieren und habe erneut auf Stuff von der "Insel" gesetzt, aber mich diesmal für Wildcat Gear mit Sitz in Brecon/Wales entschieden. In Großbritannien war Wildcat Gear der erste Hersteller von Custom Frame Bags und produziert diese, wie auch sämtliche anderen Parts dort. Darauf ist der Hersteller schon recht stolz und kann es auch sein, denn hier noch alles Made in UK!

Die gut zwanzigjährige Erfahrung im Bereich Mountainbiking, Ultra Racing und Bikepacking, der langjährigen Erfahrung mit Frame Bags und der dreijährigen Entwicklungszeit für ihre erste Frame Bag, waren mir sehr sympathisch und haben meine Entscheidung maßgeblich beeinflußt. Zudem mag ich Katzen 😉

Eventuell scheuen einige Bikepacker noch die Bestellung einer solchen Custom Frame Bag - gerade aus dem Ausland. Jede Custom Frame Bag ist nahezu ein Einzelstück und die Rückgabe somit ausgeschloßen. Daher sollte schon alles paßen wenn man sich dafür entscheidet. Die Einleitung meines Testberichtes soll daher über den gesamten Ablauf meiner Bestellung, von der ersten Mail bis zur fertigen Frame Bag in meinen Händen informieren, beantwortet hoffentlich einige Fragen und nimmt ein wenig die Bedenken bei einer solchen Bestellung. Falls trotzdem noch Fragen offen sind, ab damit in die Kommentare!

 

Wildcat Gear Leopard Full Custom Frame Bag 

 

 

Custom Optionen


Für die Planung der Wildcat Gear Leopard Frame Bag waren meine Erfahrung mit der Alpkit Stingray custom Frame Bag eine gute Basis für Optimierungen bei der Ausstattung. Das relativ große Rahmendreieck im Salsa Vaya haben mir dafür genügend Spielraum gelassen und so konnte ich meine perfekten Frame Bag planen und mir "bauen" lassen.

Die gebotenen Optionen für die Leopard Custom Frame Bag beginnen natürlich mit verschiedenen Farben, gehen über die Art und Anzahl der Zipper auf der bevorzugten oder auch auf beiden Seiten, ebenfalls die Art und Anzahl der Rahmen-Befestigungsriemen/Kletts, einer zusätzlichen Kartentasche, bis hin zu einem Ausgang für den Schlauch des Trinksystemes ect.. Letztendlich können auch noch eigene Wünsche mit eingebracht werden. Als Hauptmaterial wird ausschließlich Dimension-Polyant X-Pac VX21 für die Standardfarben verwendet. Die äußeren Stirnseiten mit Kontakt zu den Rohren des Rahmens werden aus abriebfestem Cordura gefertigt. Der Divider (Innenteiler), eine Netzinnentasche und gepolsterte Stirnseiten sowie Wasserfeste YKK-Zipper gehören zum Standard und sind bei jeder Custom Frame Bag mit inbegriffen. Die Leopard Frame Bag ist ausschließlich in 65mm Breite erhältlich.


Bestellung


Nachdem einrichten eines Kundenkontos bei Wildcat Gear einfach die gewünschten Optionen anklicken und b.B. zusätzliche Wünsche auflisten. Mehr ist es ansich nicht. Meine Auswahl umfaßte folgende Optionen: 




Nach dem Bezahlprozeß am 20.01.2016 habe ich eine Bestätigungsmail mit der Bestellnummer, meinen gewünschten Features und der Machbarkeit diese umzusetzen erhalten. Hier können b.B. nochmal event. Änderungen abgesprochen werden, bevor die Custom Frame Bag wie gewünscht in Produktion geht. Da bei mir das meißte im grünen Bereich war, konnten Unklarheiten meinerseits bereits mit einer Mail geklärt werden. Der Mailaustausch erfolgte immer sehr zeitnah und freundlich. Die voraussichtliche Zeit für die Fertigung wurde mir auch mitgeteilt, welche für meine Frame Bag 4-6 Wochen betrug. Ein Link zum erstellen einer Schablone war ebenfalls in der Mail enthalten.


Schablone


Hier hat sich ein ausreichend großes Stück Pappe von einem Paket bewährt. In die grobe Grundform zugeschnitten, wird es mit ausreichend Klebeband am Rahmen fixiert. Dann folgt das Anzeichnen des inneren Rahmendreieckes, die Bemaßung diverser Sockel, Positionen und Anzahl der Kletts, der Zipperpositionen, der Rohrdurchmesser des Rahmengeröhres und was eben noch so für wichtig befunden wird. Je detaillierter, umso besser! 



Die Anleitung kann auch direkt bei Wildcat Gear (ganz unten) als PDF herunter geladen werden. Für die erste Übersicht habe ich sie hier schon mal eingebunden. Das Prozedere war mir ja bekannt und meine Schablone sah dann aus wie folgt:


Zu den Rohren habe ich 2mm und zum Unterohr 5mm Luft gelassen, da dort die Bremsleitung verläuft. Die Frame Bag sollte keinesfalls sackig im Rahmen sitzen! Nachdem ich dann die Pappschablone noch mehrfach auf Paßgenauigkeit geprüft und ein paar Maße angepaßt hatte, wurde das Ganze 1:1 auf ein Stück stabilen Karton von der Rolle aus dem Kopiershop übertragen und mit dem Cutter sauber auf Maß geschnitten. Die Order Nummer aus der Bestätigungsmail muß unbedingt mit auf die Schablone! Diese ist essenziell für die Zuordnung zur Online-Bestellung. Zur Sicherheit habe ich trotzdem den Mailkontakt ausgedruckt und zusätzlich bei gelegt. Sicher ist sicher!

Auch wenn jeder Rahmen in seiner Größe andere Maße aufweißt, liste ich trotzdem mal die Maße für mein Salsa Vaya in Rahmenhöhe 57 auf. So kann man schon mal ein ungefaires Gefühl dafür bekommen, wie groß die Frame Bag für das eigene Bike in etwa sein könnte und was man darin verstauen kann. Das beginnt ja meistens schon vorab im Kopf, aber soviel schon mal: Bei mir paßt ordentlich was rein!

  • Oberrohr    510 mm
  • Sitzrohr      423 mm 
  • Unterrohr   607 mm
  • Steuerrohr   65 mm
  • Breite          65 mm 

Die Leopard Frame Bag ist wie schon erwähnt ausschließlich in 65 mm Breite erhältlich. In wie weit sich die Breite auf Nachfrage anpaßen läßt, weiß ich nicht, was ich aber auch nicht für nötig gehalten habe.


Tjoa, zur Sicherheit habe ich die Mail-Konversation noch ausgedruckt, mit zu der sauber auf A4-Format gefaltetem Schablone gelegt, eingetütet, adressiert und dann ab zur Post!


Nach 12 Tagen habe ich eine Mail von Wildcat Gear über die Fertigstellung meiner Frame Bag und glatt noch ein Foto dazu im Anhang erhalten. Klasse!


Nunja - schneller wie erwartet: 5 Tage später und nach insgesamt nicht mal 4 Wochen hatte ich am 16.02.2016 Post von der Insel!


Paßform, Funktion & Verarbeitung

 


Die Leopard Frame Bag hatte ich nun schon auf mehreren Touren im Einsatz und bin weitestgehend angetan. Sie wurde absolut identisch nach der Größe meiner Schablone gefertigt und paßt entsprechend sauber in das Rahmendreieck meines Salsa Vaya. Es bleibt noch genügend Distanz zum Rahmen, um die Frame Bag mit den Kletts straff im Rahmendreieck zu spannen. Die Kletts waren mehr als ausreichend lang. Auf praktikable Länge gekürzt stören sie auch beim handling nicht mehr. Hier schlappert wie geplant nichts!


Meine Abstiegsseite am Bike ist links. Wenn möglich lehne ich das Bike dann irgendwo an oder lege es auf die rechte Seite. Kurzum - der Zugriff auf den gesamten Inhalt der Frame Bag ist für mich von links am praktikabelsten. Daher habe ich die Zipper dafür, verteilt auf zwei Fächer, auf dieser Seite gewählt. Das obere Fach stellt genügend Platz für mein Tarptent Rainbow und noch ausreichend Kleinkram zur Verfügung. Bis hierher läßt die Verarbeitung der Frame Bag keinen Grund zur Beanstandung. Sämtliche Nähte sind ohne Schlaufenbildung gezogen und gerade ausgeführt. 


Hier befindet sich auch die Netztasche. Diese verläuft über die gesamte Länge des Bags, ist aber leider ohne irgend eine Spannung eingenäht und hängt leider nur schlapp an der Innenseite der Tasche. Die Nutzung ist so leider so kaum möglich, da der Inhalt der Netztasche beim öffnen des Zippers keinen Halt hat und von selbst raus fällt. Der Divider ist mittels Klett fest eingebunden, trennt beide Fächer voneinander und sorgt so noch zusätzlich vor übermäßiger Ausbeulung des Bags.


Das 51cm lange Gestänge meines Tarptent Rainbow kann einfach durch das untere Fach am Divider vorbei eingeschoben werden und liegt dann quasi auf dem Unterrohr im Bag. Dafür sind gut 2cm Platz vorhanden, was aber durch die Positionierung des Divider angepaßt werden kann. Der Divider sitzt allerdings sehr, sehr fest am Klett im Bag. Die Verbindungen sämtlicher Einzelteile der Frame Bag wurden ordentlich mit Kanteneinfaßband abgeschloßen.


Die von mir gewählte Gate Opening Variante bietet durch das Öffnen beider Zipper den kompletten Zugriff auf den Inhalt. So erhält man zumindest bei liegendem Bike mit zwei Handgriffen den Zugriff und Überblick über den Inhalt des Faches. Das empfinde ich beim packen sowie Entnehmen des Inhaltes als sehr angenehm. Wenn man den Zugriff am stehenden Bike benötigt, kann man nun den entsprechenden Zipper öffnen oder beide Zipper ein wenig. So fällt auch im Stand nichts raus. Eine sehr komfortable Lösung, welche ich nicht mehr missen möchte. An die Schieber-Schlitten ist jeweils noch ein Logo-Fähnchen ein geknotet. Dadurch lassen sich die Zipper auch mit Handschuhen gut greifen.


Neben dem Tarptent-Gestänge findet in dem Fach auch mein Werkstatt -und der Küchenkram Platz. Alles, was etwas schwerer und zentral im Bike am besten platziert ist (Werkzeug/Ersatzteile), aber auch durch das geringe Packmaß und den mehrmaligen Zugriff über den Tourtag schnell zu erreichen sein sollte (UL- Kochset/Faltflasche), ist hier gut aufgehoben.


Wie bei geöffnetem Gate Opening schön zu erkennen ist (Bild mit Inhalt oben), wurde der Zipper in ~90° "um die Ecke" gelegt und noch mal abgenäht. Für den oberen Teil des Zippers fällt somit etwas länger aus, aber leider wurde der Zipper einfach durchgeschnitten und diese Stück fehlt an beiden Seiten. Nur einige Millimeter jeweils, aber mit Folgen. Die Schieber rutschen leider beim strammen zuziehen und "Einparken" in der Zipper-Garage dort von der äußeren Zipper-Spirale. Das habe ich zum Glück noch beim General-Check vor der ersten Tour bemerkt und durch umlegen der Spitzen und ein paar Stichen weitestgehend unterbunden. Eine entsprechend lange Zipper-Spirale wäre sicher kein großer Aufwand, aber sehr effektiv.


Die Zipper ansich, die Garagen und Abschlüße dafür wurden alle samt sehr sauber eingenäht. Die Zipper sind a.G. der Wasserfestigkeit etwas schwergängig, was völlig normal ist und sich im Laufe der Benutzung noch etwas gibt.


Auf der rechte Seite habe ich mich für eine ganzflächige Kartentasche mit Zipper über die gesamte Länge entschieden. Neben dem schnellen Zugriff auf eine Karte ist hier auch genügend Platz für ein Buch oder flache Ausrüstung, aber eben auch nur so stark, wie es die Waden beim treten gerade noch zulassen ohne in damit Kontakt zu kommen. Auch ein kleines Stativ ist hier mal schnell verstaut. Die Tasche war eine gute Entscheidung!


Als weiteres Feature habe ich den optionalen Hose Port, einen Schlauch-Ausgang für ein Trinksystem und/oder Kabel einer Powerbank z.B. gewählt. Dieser überlappende Ausgang befindet sich quasi vorne an der Oberseite des Bags unter dem zweiten Klett. Bisher habe ich den kleinen Ausgang noch nicht benötigt, aber vielleicht gibt es irgendwann mal Bedarf dafür und ich würde mich dann über die fehlende Option ärgern.


Am Ende des oberen Zipper ist auf jeder Seite eine Lasche angebracht. Diesen Laschen oder Schlaufen konnte ich bisher keine Funktion zuordnen und habe sie auch noch nicht benötigt. Möglicher Weise sollen sie als Gegenhalter beim Schließen des Zippers dienen, wenn das obere Fach stramm gefüllt ist. Hmm, das ist a.G. des strammen Sitzes der Bag im Rahmendreieckes des Vaya's nicht nötig, aber ohne Grund sind die Teile ja auch nicht dran. Was am Ende noch fehlt, ist das Gewicht der Leopard Frame Bag: 352g 




Unterm Strich

Meine Wildcat Gear Full Custom Frame Bag wurde genau nach meinen Wünschen gefertigt. Die Kommunikation mit Wildcat Gear war immer zeitnah, konstruktiv und stets freundlich. Die Fertigung und Lieferung erfolgte deutlich schneller, wie angegeben. Eine Info-Mail zudem mit Foto vom fertigen Frame Bag setzt auf die bis dato nahezu perfekte Kommunikation noch eins drauf. Klasse - hier fühlt man sich als Kunde bestens informiert und vor allem sehr wohl!

Die Leopard Frame Bag entspricht ziemlich genau meinen Vorstellungen und hat mich bisher ohne irgendwelche Auffälligkeiten oder Ausfälle schon auf mehreren Touren begleitet. Die Verarbeitung ist bis auf den Zipper-Patzer an der Gate Opening sehr gut. Wie schon erwähnt könnte das von Haus aus mit einem entsprechend langem Reißverschluß-Spiralteil umgangen werden. Klar, aber in Anbetracht der einfachen Behebung des "Problems" mit jeweils einem Abnäher und der sonst durchgängig sauberen Verarbeitung, geht das für mich als "verbesserungswürdig" durch.  

Sämtliche Nähte wurden gerade durchgezogen, sauber und fest vernäht. Gerade an den Kletts, mit welchen ich die Frame Bag schon leicht gespannt in der Rahmen "hänge" und durch die pralle Befüllung noch einiges an Spannung dazu kommt, hat die Vernähung bisher in keiner Weise beeindruckt. Zudem wurden sämtliche Stöße mit Kanteneinfaßband vernäht. Das sorgt für einen sauberen Abschluß und noch etwas zusätzlicher Stabilität der Verbindung.  Allerdings bedarf das saubere Anlegen der Frame Bag in den Rahmen durch die vielen Kletts ein wenig Geduld und Zeit, aber dann sitzt sie wie eine Eins!

Die feste Breite von 65mm hat sich absolut bewährt. Mein Tarptent im Durchmesser von ~12cm paßt gut in das obere Fach, ovalisiert sich quasi beim schließen des Zipper, füllt die Tasche im Durchmesser gut aus, stört aber die Beine trotzdem nicht beim pedallieren und es gibt keinen Waden-Kontakt. Durch die Breite bleibt auch noch genügend Platz für den Umwerfer, ohne beim runter schalten auf das kleine Blatt an der Frame Bag anzustoßen. Hier erkennt man wieder die jahrelange Erfahrung von Wildcat Gear, weswegen sie die Bag nur in dieser einen Breite anbieten. Auch wenn es etwas abgedroschen klingt, aber hier sieht man mal wieder, daß Erfahrung durch nichts zu ersetzen ist!

Die Zipper sind akkurat eingenäht und lassen sich durch die zusätzlichen Logo-Fähnchen auch mit dünnen Handschuhen gut greifen und bedienen. Konstruktionsbedingt laufen die wasserfesten Zipper anfangs etwas schwer, was sich im Laufe der Nutzung gibt. 

Trotz der wasserfesten Zipper ist die Leopard Frame Bag NICHT wasserdicht! Das Material wäre es schon, aber durch die fehlende Versiegelung der Nähte kommt die Feuchtigkeit eben durch diese hindurch. Da das vom Hersteller auch nicht vorgesehen ist, gibt es hier auch nichts zu bemängeln. Da ich meine Ausrüstung welche trocken bleiben soll sowieso in wasserdichte Packsäcke verstaue und alles weitere an Inhalt ohne Funktionseinbußen ruhig nass werden kann, geht das für mich völlig in Ordnung.

Der Divider läßt sich b.B. heraus trennen und/oder nach Platzbedarf positionieren. Er sitzt sehr fest in den Kletts und man braucht schon ordentlich Kraft in den Fingerspitzen um ihn herauszunehmen. Daher habe ich ihn zentral in der Mitte belassen, wodurch mein Zeltgestänge noch locker vorbei paßt. Zudem unterteilt er die Frame Bag in ihre zwei Bereiche, sorgt für einen "schlanken Schuh" und verhindert so die übermäßige Aufblähung durch die Ausrüstung.

Ohne jeden Zweifel sind £160 für eine Frame Bag nicht wenig, aber in Anbetracht der gebotenen Leistung und vor allem der Custom Optionen mit dem Ergebnis einer perfekten Integration ins eigene Bike, finde ich den Preis für Handmade in UK absolut gerechtfertigt. Die vorbildliche Kommunikation rundet meinen positiven Eindruck zusätzlich noch ab. Ein klasse Gesamtpaket und von meiner Seite aus absolut empfehlenswert!

Die Leopard Frame Bag habe ich mit einigen anderen Bikepacking-Parts bei Wildcat Gear geordert. Die zugehörigen Testberichte werde ich demnächst hier veröffentlichen. 


Hier geht es zu den einzelnen Testberichten meiner Wildcat Gear Bike Bags:




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