Salsa Vaya Custom Gravelbike - Finaler Auftritt


Tja, da steht es nun - stählern, robust und anmutig in PUR PUR - mein Salsa Vaya Gravelbike ist nun quasi fertig und fahrbereit. Insgesamt war der Aufbau dann doch etwas aufwändiger, wie ich es anfangs vermutet hatte, aber am Ende zählt doch Ergebnis!


Das Salsa Vaya Gravelbike - Finaler Auftritt



Vor ungefähr einem halben Jahr habe ich erstmals den Vaya Rahmen in seiner originalen Salsa Lackierung in meinen Händen gehalten. Das ich das Creme-Weiß durch eine andere Farbe ersetzen werde, stand von vorn herein fest. Das es wiederum Transluzenz Candy Pur Pur wird, war nicht wirklich geplant, aber dieser Farbton hat mich in meiner Auswahl wahrlich geflasht und stand dann doch recht schnell fest!


Mit dem 46er Salsa Woodchipper habe ich nun mehr Breite zum greifen im Oberlenkerbereich. Der Wechsel zu dem Lenker hat sich d.b. absolut gelohnt.


Vor dem wickeln des Lenkerbandes habe ich mich ein wenig gescheut, da es für mich eine absolute Premiere war. Für mich barg es eine gewisse Erfahrung, das Band so gleichmäßig zu wickeln. Gerade der Bereich an den Bremshebeln war für mich immer ein Buch mit sieben Siegeln. Dem ortsansässigem Radshop oder einem geübten Freund wollte ich die Arbeit auch nicht so einfach überlassen. Nein - mein Stolz lies es einfach nicht zu! Nun schraube ich schon zwanzig Jahre an meinen Mountainbikes und baue diese selbst auf, aber es gibt immer ein erstes Mal und ich wollte es unbedingt selbst tun. Die zusätzlichen Bar Gel Pads auf dem Oberlenker und in den Drops, auf welche ich keinesfalls dem Komfort dienlich verzichten wollte, haben diese Arbeit auch nicht leichter gemacht. Ok, aber für sowas gibt es ja schließlich YouTube und beim dritten oder vierten Versuch am Lenker kam ich zu einem ganz ansehnlichen Ergebnis :- )



Die Lenkerenden habe ich mit Stopfen in Carbon-Lock verschloßen. Schlicht, aber trotzdem technisch edel und leicht. Das Oberrohr hat auf beiden Seiten einen Schutz aus Reststücken vom Kettenstrebenschutz erhalten, um Einkerbungen durch Umschlagen des Lenkers zu vermeiden. Mal sehen, event. ersetze ich diese noch durch dicke, transparente Schutzfolie. Vorerst stört mich dieser Farbklecks auf dem Oberrohr nicht.


Und da ich schon beim Kettenstrebenschutz war - dieser sollte etwas stärker ausfallen und die Kettenstrebe wirklich gegen Durchschläge bei event. Kette schlagen auf rauerem Untergrund schützen. Der Carbon-Lock paßt auch hier mit Understatement prima zu den Lenkerstopfen.


Jetzt noch ein paar Kleinteile, welche teilweise nicht wirklich notwendig sind, aber ein wenig aus dem Einheitsbrei herausstechen. Damit das lange Schraderventil nicht ganz so langweilig zwischen den Nippelsitzen aus der Felge ragt, gab's hierfür schon mal ein Paar gefräßte Alu-Ventilkappen.


Brems -und Schaltzüge haben einen Außenhüllenüberzug aus Gummi zum Schutz der Pulverbeschichtung am Steuerrohr erhalten. Diese sind ehr nützlich und weniger der Optik dienlich. Die Zuganschläge sind kaum erwähnenswert, da diese aus schlichten Kunststoff sind. Wirklich kein Eyecatcher, aber aus Aluminium in Schwarz sind diese Teile einfach nicht erhältlich. Unter all den anderen schwarzen Parts in Schwarz, fallen die Plastikteile gar nicht auf, wenn man nicht genau hin schaut - nicht weitersagen, gelle ;-  )



Die üblichen Gewindeösen habe ich gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und zum Schutz vor Korrosion mit den originalen schwarzen Schrauben wieder verschlossen. Klaro!  

















Auf die Schaltzugenden kamen dann noch ein Paar schicke Endkappen. Ehr ne Spielerei, aber auch schön - mal sehen, wie lange die Teile auf dem Zugende halten...

Teile und Gewichte restlicher Kleinkram:


  • Lenkerband:  Salsa Gel Kork | 2x je 30g - 60g
  • Isolierband:  Tesa Schwarz f. elektr. Leitungen 19mm | ~ 10g
  • Gel Pads:  Fizik Bar Gel Pads f. Lenkerband | 4x - 90g 
  • Lenkerstopfen:  BBB EndCaps Carbon | 2 Stück - 12g
  • Kettenstrebenschutz:  Cabon - 40g
  • Außenhüllenüberzug:  SRAM & Jagwire | jew. 1x zus. - 8g
  • Schaltzugendkappen:  Jagwire Non-Crimps | 2 Stück - 3g

Achja, nun noch abschließend ein paar Worte zum Gewicht meines Custom Salsa Vaya. Das Abwiegen sämtlicher Parts diente natürlich zur Gewichtsermittlung auf dem Papier und letztendlich als Abgleich mit dem fertigem Bike. Dieses Ritual hat sich aus den Zeiten des UL-Trekkings in mir manifestiert. Das mein Vaya durch den Stahlrahmen und den von mir bewußt robust verbauten Parts keinesfalls ein Leichtgewicht wird, stand von vorn herein fest. Trotzdem hatte ich mir eine  max Obergrenze von 12Kg gesetzt. Letztendlich springt die Anzeige meiner Personenwaage, beim wiegen des fertigen Vaya's,  zwischen 11,9Kg und 12,0Kg hin und her. Damit kann ich gut leben - CHECK!




Unterm Strich


Die vorab Planung meines Salsa Vaya in Gedanken mit den Teilen nach meinen Vorstellungen, verlief ohne Probleme. Das ist ja das schöne am träumen, aber die Umsetzung in der Realität hat mich recht schnell wieder aufgeweckt, viel beschäftigt und oft recht kurze Nächte beschert. Naja, vielleicht etwas übertrieben ausgedrückt, aber so ein Custom Aufbau eines Bikes mit den von mir verbauten Komponenten in ihrer nicht gerade standardisierten Kombination, haben die Fertigstellung in die Länge gezogen. Oft half schlichtweg nur das Probieren der Parts in ihrer Kombination UND Funktion.

Natürlich habe ich unter dessen auch schon einige Kilometer mit dem Vaya abgespult. Dabei trafen Theorie und Praxis aufeinander, gerade das Cockpit und den Sitzbereich betreffend. Die Maße und Längen hatte ich teilweise aus denen meinen anderen Rädern generiert, aber das Feeling auf dem bike ist trotzdem ein völlig anderes. Hier werde ich noch abwägen, ob mir die Sitzposition entgegen kommt und der Sattel bei längeren Touren paßt. Genauso behalte ich den Antrieb im Auge. Durch den RoadLink funktioniert dieser zwar, aber durch den größeren Abstand vom Schaltröllchen zum Ritzel und dem daraus resultierenden längeren Kettenweg, ist das Schalten nicht sonderlich knackig.

Für mich war dieser Custom Aufbau mein erster nähere Kontakt mit 28" und zur Rennradtechnik. Zuvor habe ich ausschließlich 26" Mountainbikes -und Reiseräder aufgebaut. Daher habe ich als Anhaltspunkt meist die Maße und Werte von meinen 26 Zöllern übernommen, aber am Ende verhält sich ein 28 Zöller mit diesen Werten  - oh Wunder - doch völlig anders. Wäre ja auch zu schön - wieder mal Try'n Error ;- ]

Letztendlich bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden und werde nun für mich herausfinden, in wie weit mein Salsa Vaya Gravelbike und ich zusammen paßen. Das werde ich natürlich auch nicht unerwähnt lassen und hier auf QUASI OUT zu gegebener Zeit posten, aber jetzt heißt es erst mal drauf auf den Bock und fleißig in die Pedale treten!

Vielleicht hat die Custom-Geschichte meines Salsa Vaya, dem einen oder anderen, bei dem eigenen  Aufbau vor eventuellen Fehlkäufen bewahrt und gezeigt, daß manchmal mit den Parts mehr möglich ist, wie es die Hersteller vorgeben oder es gern hätten. Wenn dir meine Vaya-Geschichte gefallen hat, du etwas mitnehmen konntest oder noch Anregungen hast, dann hinterlasse doch einfach einen Kommentar...

Kommentare :

  1. Hallo ,
    dieser Bericht kam wie gerufen .....ich stehe nämlich auch gerade davor und suche so etwas ähnliches.Hatte auch den Vaya Rahmen im Auge und der kostet zur Zeit noch knapp 900€. Ich werde da wohl noch etwas warten.
    In der Zwischenzeit habe ich natürlich auch noch andere schöne Räder entdeckt ..Zb das Co-Motion Americano
    Jedenfalls hast den Bericht toll zusammen gestellt und ich finde es auch gut, dass du manche Dinge nicht verschweigst.Habe ihn mit Freunde gelesen und so etwas auch schon lange gesucht.Werde bestimmt noch einmal darauf zurückkommen .
    VG Uwe

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  2. Hallo, freue mich, dass ich endlich mal so einen Bericht hier im Net gefunden habe. Habe ihn mit Freude gelesen und fand es spannend, was du alles an deinem Rad so verbaut hast .Ich hatte vor kurzen auch noch mit dem Vaya Rahmen geliebäugelt...er kostet zur Zeit noch knapp 900€. Natürlich gibt es auch noch andere schöne Räder .zB http://co-motion.com/bikes/bikes-grid-all-singles
    Gut finde ich auch, dass du Klartext sprichst...zb mit der Schaltung.
    Dann wünsche ich dir noch viel Spaß mit deinem neuen Traum und ich schaue hier bestimmt noch einmal rein :-) VG Uwe

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  3. Hey Uwe,

    das Vaya ist wirklich ein klasse Allroadbike. Hab nun schon ein paar Monate mit dem Teil gerockt und bin immer noch begeistert. Du liegst also mit deiner event. Entscheidung für das Salsa Vaya sicher nicht falsch. Allerdings wurde die Neuauflage des Vaya im Detail etwas verändert, welche ich teilweise nicht so schön finde. Eine davon ist das 44er Steuerrohr, welches das schlankere Stahlgeröhr der anderen Rohre zu stark dominiert. Naja, Geschmackssache.

    Freut mich, daß dich mein Artikel inspiriert und vielleicht auch etwas bei deinem Projekt weiter geholfen hat...das Co-Motion Americano ist auch ein sehr schicker Kandidat. So oder so dir auch viel Spaß beim Aufbau!!

    Beste Grüße,
    Matthias

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